Die Bildhauerin Elly-Viola Nahmmacher (1913–2000) zählt zu den bedeutendsten deutschen Schöpferinnen religiöser Kunst des 20. Jahrhunderts. Sie lebte über 50 Jahre im thüringischen Greiz, wo sie fast ihr ganzes umfangreiches Werk schuf. Es umfasst schätzungsweise 5.000 Arbeiten, vor allem mit christlichen Motiven. In mehr als 100 Städten Deutschlands – von Hamburg über Wuppertal und Würzburg bis Stuttgart, Berlin, Dresden, Chemnitz u. Leipzig – sind ihre Werke in öffentlichen Gebäuden und Kirchen präsent.
Dennoch erfährt ihr Werk bislang nicht die Aufmerksamkeit, die seiner künstlerischen und zeitgeschichtlichen Bedeutung angemessen wäre. Das Schicksal der Greizer Bildhauerin belegt sehr deutlich, dass folgenschwere Eingriffe in persönliche Lebensläufe durch die Staatsmacht der DDR weiter wirken können, wenn sie nicht öffentlich korrigiert werden. Das Werk Nahmmachers zu ehren und zu fördern, heißt, gegen das Vergessen anzukämpfen. Das deutliche Bekenntnis und eine breite Wertschätzung sind der beste und geeignetste Weg, um ihrem vielbewunderten, ausgegrenzten, auch oft unverstandenen Werk eine Zukunft zu geben.
2024 formierte sich der Nahmmacher-Freundeskreis, der versucht, das Renommee der Künstlerin angemessen zu würdigen und die Strahlkraft ihrer Werke zu wahren. Er arbeitet daran, Öffentlichkeit herzustellen und das Schaffen der Künstlerin sichtbar und zugänglich zu machen. Der Freundeskreis freut sich über weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die sich für Kunst, Erinnerungskultur und ehrenamtliches Engagement interessieren und dieses Anliegen mittragen möchten. Bitte sprechen oder schreiben Sie uns an. Oder Sie unterstützen uns mit einer 👉 Spende.
Schon heute würdigen kleine Dauerausstellungen in der Evangelischen Kirche St. Marien zu Greiz und im Museum des Oberen Schlosses ihre bildhauerische Arbeit. Als ihr reifstes religiöses Werk (1983) könnte der Greizer Kreuzweg beschrieben werden, den sie für die katholische Herz-Jesu-Kirche geschnitzt hat. Nach der Veräußerung des Gemeindehauses Siebenhitze bzw. der Aubachtaler Kirche bietet die Stadtkirche den Kunstwerken, die Nahmmacher eigens für diese Räumlichkeiten schuf, eine neue Heimat. So entstand die Ausstellung auf der 1. Empore – allerdings unter relativ beengten Verhältnissen. Dort zu sehen sind:







Um dem Betrachter zu zeigen, dass die Werke nicht mehr an ihrem Ursprungsort stehen, werden alte Fotos gesucht, worauf man erkennen kann, wie die ehemaligen räumlichen Gegebenheiten in der Aubachtaler Kirche bzw. im Gemeindehaus Siebenhitze aussahen. Die Fotos sollen ergänzend neben den Skulpturen angebracht werden.
Dazu bitten wir um Ihre Hilfe. Wer entsprechende Fotos oder Hinweise hat, wende sich bitte an:
Nahmmacher-Freundeskreis: nahmmacher-freundeskreis@gmx.de
Gemeindebüro: Tel: 03661 2778
Jörgen Larsen: 0175 3671553
Im Namen des Nahmmacher-Freundeskreises für Ihre Unterstützung herzlich dankend, Ihre Katja Lux